Stammbahn-Diskussion


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26.07.2020 - 
Einladung zur Stammbahnwanderung am 30.08.2020

In der Diskussion um die Stammbahn setzen wir uns für die Nutzung der Wannseebahn parallel zur S1 als Alternativstrecke zur Stammbahn zwischen Griebnitzsee und Zehlendorf ein. 

Das Aktionsbündnis „Ressourcen nutzen, Natur schützen“ lädt deshalb ein zur Exkursion entlang der Wannseebahn- und Stammbahntrasse unter der Leitung von Reinhard Crome, BI Zehlendorf (Verkehr) und Dr. Achim Förster, BUND Berlin Süd-West (Natur).

Treffpunkt: Sonntag, den 30.08.2020 um 14:45 Uhr am S-Bahnhof Berlin-Zehlendorf,
Gleis der S1 Richtung Wannsee. 

Mit der S1 fahren wir um 15:02 zum Bhf. Wannsee, damit wir die Gleise parallel zur S 1 sehen können,
die wir als schnelle und kostengünstige Stammbahnalternative („Wannseebahn“) vorschlagen. 
Ab Bhf. Wannsee fahren wir weiter mit der S7 Richtung Griebnitzsee.

Start der Wanderung  zur Stammbahntrasse Richtung Kohlhasenbrück dann am
S-Bahnhof Griebnitzsee 
um 15:30h,
Dauer der Wanderung ca. 1 Std, die Teilnahme ist frei, über Spenden freuen wir uns.  

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme, eine schöne gemeinsame Wanderung
und viele interessante Gespräche!

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10.07.2020 - 
Gutachten zur ökologischen Biotoperfassung entlang der Stammbahntrasse

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskussionen über den Neubau der Stammbahntrasse hat der Förderverein LSG Buschgraben / Bäketal e. V. in Zusammenarbeit mit dem BUND Berlin Süd West eine Studie zur Biotoperfassung des Gebietes in Auftrag gegeben. Gegenstand ist das Trassenstück zwischen Griebnitzsee und Zehlendorf, das entlang der Siedlungsränder von Zehlendorf und Kleinmachnow und durch die Landschaftsschutzgebiete Düppeler Forst (Berlin) und Parforceheide (Brandenburg) führt. 

Das Gutachten weist eine Vielzahl wertvoller Biotopflächen auf oder entlang der Trasse aus, die teilweise gesetzlich geschützt sind und nicht zerstört oder beeinträchtigt werden dürfen. Die mit dem Trassenneubau einhergehenden ökologischen Schäden werden in dem Gutachten als so gravierend eingeschätzt, dass sie nicht durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden könnten. Das betrifft sowohl die Zerstörung einzelner geschützter Biotope, als auch die mit dem Trassenbau insgesamt verbundene massive Zerschneidung der Naturlandschaft zwischen Berlin und Potsdam.

Download des Gutachtens: 

   vollständiges Gutachten (8 MB)

Gutachten Text
Anlage 1: Übersicht der erfassten Biotope
Anlage 2: Kartendarstellungen gemäß Einzelflächenerfassung
Anlage 3: Kartendarstellungen mit Prognosen der Eingriffswirkungen
Anlage 4: Fotodokumentation

Aufgrund der immensen zu erwartenden ökologischen Schäden und der erheblichen negativen Auswirkungen auf die anliegenden Siedlungsräume lehnen wir den Neubau der Stammbahntrasse strikt ab. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund der vorhandenen Alternativen zur ÖPNV-Verbesserung in unserer Region:

·        Zur Verbesserung des Regionalbahnverkehrs zwischen Potsdam und Berlin unterstützen wir die Forderung nach einer schnellstmöglichen Nutzung der vorhandenen Schienen neben der S1, der Wannseebahn. Auf dem ungenutzten Gleis parallel zur S1 können auch heute schon Regionalzüge aus Potsdam bzw. südlicher Richtung kommend über Wannsee bis Zehlendorf bzw. Rathaus Steglitz fahren, eine Verlängerung Richtung Potsdamer Platz oder zum Südkreuz ist möglich. Damit würde auch der wichtige Umsteigebahnhof Wannsee eingebunden, an dem die Stammbahn über Griebnitzsee vorbeifahren würde.

·         Kleinmachnow hat mit den Bahnhöfen Wannsee, Mexikoplatz, Zehlendorf Mitte und Krumme Lanke gleich mehrere S- und U-Bahnanschlüsse Richtung Berlin in unmittelbarer Nähe. Die Busverbindungen dorthin sollten verbessert werden, anstatt für mehrere Hundert Millionen Euro eine moderne Fernbahntrasse durch den geschützten Wald zu bauen. Hier würden pro Stunde nur wenige Regionalzüge Richtung Berlin-Mitte fahren, dafür aber Fernverkehrszüge mit hohem Tempo und ohne Halt an den Orten vorbeirauschen. Der mit der Stammbahn versprochene neue Bahnhof im Ortsteil Dreilinden ist für viele Kleinmachnower weiter entfernt als die genannten Bahnhöfe. Zur Erschließung der Gemeinden Teltow und Stahnsdorf spielt die Stammbahn aufgrund ihrer großen Entfernung keine Rolle.

·         Deutlich sinnvoller für die Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf erachten wir den Ausbau der S-Bahn in der Region. Wir unterstützen die Forderung nach einer Verlängerung der S25 von Teltow nach Stahnsdorf. Vom S-Bahnhof Wannsee aus könnte zudem die Friedhofsbahn in südlicher Richtung bis Dreilinden ertüchtigt und ggf. auch bis Stahnsdorf geführt werden, langfristig mit der Perspektive des Ringschlusses der S-Bahn von Teltow über Stahnsdorf bis nach Wannsee. Dieses weniger aufwendige Projekt würde die Orte in der Region wesentlich besser miteinander verbinden. 

Als Mitinitiator unterstützen wir das Aktionsbündnis "Ressourcen nutzen, Natur schützen", das sich für schnelle und sinnvolle Verkehrslösungen in unserer Region und den Erhalt der Natur einsetzt, um möglichst zügig einen unmittelbaren positiven Beitrag zur Klima- und Verkehrswende in unserer Region zu leisten. (weitere Informationen hierzu unter www.stammbahnalternative.de

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September 2019 -
Positionierung in der Stammbahn-Diskussion - Ablehnung des Trassenneubaus
 

In den letzten Monaten hat sich die Diskussion um die Reaktivierung der Stammbahn intensiviert. 

Dabei besteht – soviel ist aus den aktuellen Diskussionen herauszuhören - wohl auf Länderebene und seitens der Deutschen Bahn die eindeutige Präferenz, auf der ehemaligen Stammbahn eine Fernbahntrasse zu errichten. Diese ist kostenmäßig weit teurer als die derzeit auch diskutierten S-Bahn-Varianten und lässt erheblichen Verkehr auf der Strecke erwarten.

Unser Verein befürwortet ausdrücklich die Verbesserung des ÖPNV in unserer Region! 

Wir teilen jedoch die Befürchtung, dass auf einer Fernbahntrasse viel Schienenverkehr an uns vorfahren wird und die BürgerInnen unseres Ortes und der anliegenden Gemeinden keinen größeren Nutzen von der Strecke haben werden (wenig Anbindungspunkte), dafür aber deutliche Lärm- und neue Verkehrsbelastungen. 

Mit dem Bau einer Fernbahntrasse wären erheblichen Eingriffe in die Natur verbunden, da diese ein wesentlich massiveres Bauwerk darstellen wird als eine S-Bahn-Trasse. Dies betrifft sowohl die durchfahrenen Orte, als insbesondere auch den Dreilindener Forst! 


Mit einem einstimmigen Mitgliederbeschluss wurde im September 2019 beschlossen, dass sich unser Verein für eine klima-, natur- und ressourcen-schonende Alternative zum Neubau der Stammbahn einsetzen soll, nämlich die Nutzung des vorhandenen Gleises der ehemaligen "Wannseebahn" entlang der Trasse der S1 von Wannsee bis Zehlendorf. Lesen Sie weiteres zu dieser Position in unserem aktuellen Diskussionspapier.





Wir laden Sie herzlich ein zu den aktuellen Veranstaltungen, die unser Förderverein gemeinsam mit dem neu gegründeten Aktionsbündnis Ressourcen nutzen, Natur schützen veranstaltet:


Flyer zur Veranstaltung


·        Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Montag, den 25.11.2019 um 20 Uhr in den Neuen Kammerspielen, Karl-Marx-Straße 18, 14532 Kleinmachnow, wollen wir die fachliche Auseinandersetzung fortführen und über Natur-, klima- und ressourcenschonende Alternativen zur Stammbahntrasse informieren und diskutieren. Als Sprecher erwarten wir Vertreter aus den Bereichen Verkehrsplanung, Naturschutz und Politik, denen wir sehr herzlich für ihre Teilnahme danken. Das vorläufige Programm finden Sie hier.

Am Samstag, den 30.11.2019, wollen wir unseren Forderungen mit einer Kundgebung und anschließendem Fackel- und Laternenumzug Nachdruck verleihen. Wir laden deshalb ein zur Kundgebung um 17:00 Uhr am Adam-Kuckhoff-Platz in Kleinmachnow (Marktplatz am Düppel), mit anschließendem Laternen- und Fackelumzug mit Groß und Klein entlang der betroffenen Wohngebiete in der Berlepschstraße bis zum ehemaligen S-Bahnhof Zehlendorf-Süd und zurück entlang der Stammbahntrasse durch den Wald.

Positionspapier des Aktionsbündnisses Ressourcen nutzen, Natur schützen